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Curriculum 2019-2020 | Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

6. Mai 2019 | 9:00 - 16:30

Curriculum Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung, eine Weiterbildung des Traumahilfe Netzwerks Augsburg und Schwaben e. V.

Curriculum 2019-2020
Traumapädagogik und Traumazentrierte Fachberatung

in Kooperation mit der KJF Augsburg (Katholische Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V.)

Weiterbildung in 7 Modulen | Möglichkeit eines Abschlusses mit Zertifikat

Viele Kinder und Jugendliche leiden an den Folgen von traumatischen Erfahrungen und sind deshalb in ihrer Entwicklung schwerwiegend und umfassend beeinträchtigt. Sie brauchen pädagogische Begleiter und Ausbilder, die bestimmte Verhaltensweisen als Folgen traumatischer Erfahrung erkennen, und die sie dabei unterstützen, die Störungen zu überwinden.

Was ist ein Trauma im Unterschied zu starkem Stress?
Was passiert in traumatischen Erfahrungen im Gehirn und welche Folgen hat dies für den Alltag?
Welche Symptome können sich nach Traumatisierung entwickeln und wie erkenne ich sie?
Was hilft beim Umgang mit traumatisierten Menschen?

Neben den Grundlagenkenntnissen der Traumapädagogik, Neuropsychologie und der Stressverarbeitung werden praxisnahe Interventionen auf verbaler und nonverbaler Ebene vermittelt und erprobt. Darüber hinaus ist uns eine nachhaltige Implementation der Inhalte in die Strukturen der Praxis wichtig. Daher werden die Teilnehmer traumapädagogische Projekte entwickeln und durchführen. Somit ist neben dem Wissenserwerb die Umsetzung des Gelernten unter Supervision ein wesentlicher Schwerpunkt.

Zielgruppe

Mitarbeiter in psychosozialen, medizinischen und pädagogischen Berufen. Die Zusammensetzung der Weiterbildungsgruppe mit TeilnehmerInnen aus unterschiedlichen Praxisfeldern ist konzeptionell erwünscht.

Teilnahmevoraussetzung

  • abgeschlossene Berufsausbildung, die für die Arbeit im psychosozialen Bereich qualifiziert
  • mindestens drei Jahre Berufserfahrung in einem relevanten Praxisfeld (in anderen Fällen persönliche Absprache notwendig)
  • die Möglichkeit, die erworbenen Kenntnisse aktuell in die Praxis umzusetzen
  • eigene psychische Stabilität

Dozenten

  • Maria Johanna Fath
    Dipl. Theologin, Systemische Familientherapeutin, Traumatherapeutin, Psychotherapie (HPG), Supervision und Organisationsentwicklung
  • Prof. Dr. Andrea Kerres
    Psychologische Psychotherapeutin, Traumatherapeutin, Supervision und Organisationsentwicklung
  • und weitere Referenten

Rahmen der Weiterbildung

Die Weiterbildung entspricht in Inhalt und Struktur den aktuellen Standards der Deutschsprachigen Gesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) und den Standards des Fachverbands Traumapädagogik (FV TP).

Die Weiterbildung findet berufsbegleitend statt und umfasst:

  • 6 Module an jeweils 2 Tagen von 9:30-17:30 Uhr
  • 3 Supervisionstage jeweils von 9:30-17:30 Uhr
  • 1 Vertiefungsmodul an 3 Tagen von 9:30-17:30 Uhr
  • Abschlusskolloquium mit Zertifikat

Die Teilnahme an der Fortbildung ist auch ohne Kolloquium möglich. Sie erhalten eine Teilnahmebestätigung.

Intervisionsgruppen

Zwischen den Seminarmodulen treffen sich die Teilnehmer mindestens einmal in regionalen Intervisionsgruppen (3-6 Teilnehmer) zu verschiedenen Aufgaben.

Zertifizierungsprocedere und -voraussetzungen

Das Zertifizierungsprocedere und die -voraussetzungen sind analog den Richtlinien der DeGPT und des FV TPZertifizierungsvorausstzung

Die Zulassung zum Kolloquium erfolgt nach erfolgreicher und vollständiger Absolvierung der o.g. Seminare incl. der drei Supervisionen. Alle schriftlichen Unterlagen müssen zudem als ausreichend erfolgreich durch die Fortbildungsleitung bewertet worden sein. Die Prüfung erfolgt durch die Fortbildungsleitung. Dauer max. 90 Minuten in Kleingruppen.


Inhalt der Module*

1. Modul
Einführung in die Traumapädagogik
-Geschichte der Traumapädagogik
-Abgrenzung Traumapädagogik – Traumatherapie
-Diagnostik
-Prozesse und Folgen von Traumatisierung auf der Basis Neurowissenschaftlicher Grundlagen
-Implementation von Traumapädagogik in institutionelle Strukturen (Projektmanagement: Planung, Durchführung und Evaluation entsprechender Projekte in der tätigen Institution)
-Reflexion der eigenen Haltung zum Thema an Hand u.a. eines eigenen Projektes

2. Modul
-Modelle der Traumapädagogik und Beratung
-Psychoedukation als Baustein der Traumapädagogik
-Bindung und Trauma
-Reflexion der eignen Bindungserfahrungen und seine Auswirkungen
-Reflexion des eigenen Handelns im Beruf bzw. im eigenen Projekt

3. Modul
-Stabilisierung über verschiedene Zugänge wie: Musik, Kunst, Körper
-Stabilisierung und Ressourceninstallation
-Imaginationsübungen – Demonstration und Übung in Dreiergruppen
-Kulturelle Hintergründe und seine Auswirkung auf die Stabilisierung
-Aufgreifen eines aktuellen, gesellschaftspolitischen Themas als potentielles Arbeitsfeld für den Traumafachberater wie z.B. im Moment: Flucht und Trauma
-Reflexion des Projekt bzgl. der Integration der Inhalte aus diesem Modul

4. Modul
-Soziale Stabilisierung – Techniken der Affektregulation
-Psychische Stabilisierung – Positive Life-events
-Ressourcenarbeit „ Inneres Kind
-Rechtlich relevante Grundlagen

5. Modul
-Trauma im System einer Institution
-Trauma im System Familie
-Akute und komplexe Traumatisierungen – Möglichkeiten des Handelns
-Reflektion der eigenen Rolle

6. Modul
-Täter und Täterstrategien
-Umgang mit Täterkontakt
-Traumaspezifische Krisenintervention
-Sekundäre Traumatisierung
-Reflexion der eigenen Möglichkeiten und Grenzen im Beratungsprozess bzw. in der Institution (Projekt)

7. Modul  (Vertiefungsmodul Traumapädagogik)
-Traumapädagogische Basisstrategien
-Bindung und Trauma II
-Beziehungsdynamiken in Systemen

*Bei der Darstellung der Inhalte handelt es sich um Auszüge nach den Empfehlungen der DeGPT und der FV TP.


Termine
06.-07. Mai 2019 Modul 1
22.-23. Mai 2019 Modul 2
09.-10. Juli 2019 Modul 3
24. Sept. 2019      1. Supervision
11.-12. Nov. 2019 Modul 4
!!! Weitere Termine werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.


Diese Fortbildung wird von der agke (Arbeitsgemeinschaft katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen und Jugendsozialarbeit in der Diözese Augsburg) empfohlen.

Kursort
Sankt Elisabeth, KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrum
Fritz-Wendel-Straße 4
86159 Augsburg

Kosten
2.800,– € mit Verpflegung , ohne Übernachtung (zahlbar in 4 Raten)

Kursnummer: 19-12-E-27

 


Ihre Anmeldung bis spätestens 15.04.2019 erfolgt über das Anmeldeformular der KJF Augsburg.

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Details

Datum:
6. Mai 2019
Zeit:
9:00 - 16:30
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstaltungsort

Sankt Elisabeth, KJF Berufsbildungs- und Jugendhilfezentrum
Fritz-Wendel-Straße 4
86159 Augsburg,
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