Ein Trauma – was ist das?


Extrem belastende Erlebnisse und Situationen können zu einem Trauma führen.
Beispiele sind:

  • Verkehrsunfälle
  • Katastrophenereignisse
  • Überfälle, sexuelle Übergriffe und andere Gewalttaten
  • berufsbedingtes Erleben von traumatischen Ereignissen
    (z.B. für Einsatzkräfte bei Polizei und Rettungsdiensten, Zugpersonal, Bankpersonal)
  • seelische Belastung durch eigene lebensbedrohliche Verletzungen oder schwere Erkrankungen von nahen Angehörigen
  • ein früher Verlust von Elternteilen oder der Suizid oder Tod von Angehörigen

Mögliche Folgen

Ein traumatisches Erlebnis kann Folgen haben

Ein traumatisches Erlebnis kann Folgen haben
Nach traumatischen Erlebnissen, also extremen körperlichen und seelischen Verletzungen und Belastungen, können Menschen verzweifeln, sich gebrochen, verwundet, traumatisiert fühlen.
Können diese Belastungserfahrungen nicht gut verarbeitet werden, bleiben die Betroffenen in vielen Situationen und – auch in eigenen – Reaktionen gefangen und erleben erneut Gefühle von Ohnmacht und Hilflosigkeit.
Durch diese traumatischen Erfahrungen kann es durch die komplexen Zusammenhänge von Psyche, Körper und Seele zu Folgen kommen wie:

  • Wiederholte, sich aufdrängende Erinnerungen in Gedanken, Bildern,
    Gefühlen und (Alb-) Träumen
  • Körperliche Übererregtheit, Reizbarkeit und Neigung zu übersteigerten Gefühlsreaktionen
  • Übermäßige Schreckhaftigkeit
  • Schlafstörungen
  • Rückzug, Gefühlstaubheit, „Neben-sich-stehen“
  • Teilnahmslosigkeit und Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen und Ihrer Umgebung
  • Vermeidung von Situationen und Gesprächen, die unangenehme Erinnerungen hervorrufen könnten
  • Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit
  • Gefährdung durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch oder Drogeneinnahme
  • Teilweiser oder völliger Gedächtnisverlust
  • Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren

Was hilft?

Eine Zeit der Ruhe ist hilfreich und wichtig

Meist werden traumatische Erlebnisse ohne therapeutische Hilfe bewältigt und verarbeitet, auch wenn zunächst die vorher beschriebenen Reaktionen vorherrschen.

Hilfreich ist

  • sich Pausen gönnen,
  • genügend Schlaf,
  • regelmäßige und gesunde Mahlzeiten,
  • gemäßigt körperliche Aktivitäten,
  • Spaziergänge in der Natur,
  • sich entspannen – mit Atemübungen, Meditation,
  • Unterstützung in Gesprächen mit Freunden oder Angehörigen,
  • sich durch eigene Aktivitäten abzulenken.

Wenn jedoch die beobachteten Symptome nach vier bis acht Wochen nicht abklingen oder neue auftreten, kann es zu einer posttraumatischen Belastungsstörung oder anderen Traumafolgestörungen kommen. Dann ist professionelle Beratung und Therapie hilfreich und nötig.